Sucht beginnt mit Verlangen. Bei Verlangen handelt es sich im Grunde um erfolgreiches Lernen durch Belohnung. Und das spielt sich in einem besonderen Hirnareal ab: dem Belohnungssystem. Die Droge, inkl. Alkohol und Nikotin, verlässt dich nie, sie gaukelt dir immer eine falsche Realität vor.

Nervenzellen schütten Dopamin aus. Dopamin ist ein Botenstoff, der bei natürlichen Verhaltensweisen ausgeschüttet wird:

  • Ernährung
  • Sexualität
  • Beruflicher Erfolg
  • Kreativität
  • Körperliche Bewegung (Tanzen, Schwimmen, Fahrrad fahren, Bergsteigen, Singen,etc.)
  • Soziale Kontakte

Nichts anderes passiert bei einem herbeigeführten Rausch. Der Unterschied ist: Sucht wird gelernt. Was sich einmal im Suchtgedächtnis eingegraben hat, ist dauerhaft vorhanden. Die Drogen gaukeln ein falsches Glücksgefühl vor und machen langfristig süchtig, psychisch und seelisch krank. Je länger der Konsum anhält, desto mehr manifestiert sich das Suchtgedächtnis und desto schwieriger wird es, ein dauerhaft konsumfreies Leben zu führen. Nach wie vor gilt das Suchtgedächtnis nicht als auslöschbar, nur ein Umlernen der Suchtkranken ist möglich.