TOXIMAN – Die Wahrheit über Drogen

Ein Mann betritt ein Klassenzimmer. Er bezeichnet sich als politoxikoman – Abhängiger mehrerer Substanzen. Er erzählt von seiner Drogenvergangenheit – von den Glücksgefühlen, dem brutalen Kick, den bodenlosen Abstürzen. Er verliert sich in seinen Erinnerung an seine erste große Liebe Andrea und dem Leben auf der Überholspur, als Anchecker der Szene. Fieberhaft begibt er sich erneut vor den Augen seines Publikums in den Rausch der schnell aufeinander-folgenden Ereignisse…

TOXIMAN ist die Drogenkarriere eines Menschen, der den Teufelskreis der Sucht überwunden hat. Ein videounterlegter Monolog mit Musik, der vor allem von seinem einzigartigen Darsteller lebt: Wolfgang Sosnowski hat eine Drogenkarriere als Politoxikomane hinter sich. Sein Wille aufzuklären ist nicht gespielt.

Nach dem 55 minütigen Spiel ist ein Publikumsgespräch mit dem Darsteller und einem Experten aus Sucht-Medizin-Therapie und Schule eingeplant. Ziel dieser suchtpräventiven Arbeit ist es, Jugendliche und Risikokonsument/innen vor dem Erstkontakt mit Drogen effektiv zu erreichen und unterstützen zu wollen. Dafür wählt Sosnowski als ehemaliger Selbstbetroffener das Medium Theater. Belehren oder moralisieren will er hierbei nicht.

Warum stellt Theater eine sinnvolle Suchtpräventionsarbeit dar?

Theater spricht uns im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes unmittelbar und direkt besonders auf der emotionalen Ebene an. TOXIMAN umfasst das Thema Sucht in seinem ganzen Ausmaß. Dem Jugendlichen wird ermöglicht, über seine eigene Verhaltensweise nachzudenken, indem ihm Situationen vor Augen geführt werden, die von eigenen Erlebnissen her bekannt sind. Das Theaterstück regt dazu an, über die Themen Sucht, Suchtentwicklung und Suchtentstehung, über Rollen und Verhaltensweisen zu reden und eröffnet somit den Einstieg in die Präventionsarbeit. Dabei geht es nicht darum, den moralischen Zeigefinger zu erheben, sondern auf authentische Art und Weise zu zeigen, wie eine Sucht entsteht, deren Entwicklung nicht wegzudiskutierende Folgen für den Jugendlichen und dessen näheres Umfeld wie Eltern, nähere Angehörige, Schule, Peer Group bedeuten. Im Anschluss an das Theaterstück können die Jugendlichen mit dem Darsteller im geschütztem Rahmen ungehemmt über dieses Themen kommunizieren.

In der weiteren Suchtpräventionsarbeit durch Workshops können darauf aufbauend die Jugendlichen gemeinsam mit den Lehrkräften lernen, sich mit dem Thema „Drogen“ auseinanderzusetzen.

Hier wurde TOXIMAN bereits aufgeführt:

Göttingen: Gesamtschule IGS & GGS ; Max-Planck &  Otto-Hahn-Gymnasium

Landkreis Göttingen: Eichsfeld Gymnasium & St.Ursula Schule in Duderstadt; Carl -Friedrich- Gauß-Schule in Groß Schneen; Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium in Herzberg

Landkreis Northeim: Rainald-von-Dassel-Schule in Dassel

Berlin:Nelson-Mandela Schule

Schulen in Zürich und Kreuzlingen,Schweiz

Menschen, die aus persönlichen Erfahrungen sprechen, sind die verlässlichsten Informanten. Objektivität ist ein Mythos. Das größte Vertrauen kann man in Menschen setzen, die aufrichtig sagen können: „Ich weiß wie Dir zumute ist, weil ich das selber durchgemacht habe.“

(Anne Wilson Schaef „Im Zeitalter der Sucht“)